Im Fokus: Der Personal-Service der SoCura


Veröffentlicht am: 10.07.2018
Zuletzt aktualisiert: 18.07.2018


Bereichsleiter Rudi Schilling stellt den Personal-Service der SoCura vor und wagt einen Blick in die Zukunft der Personalwirtschaft. Das Interview erschien erstmals im Jahresbericht 2017 der SoCura und geben wir hier ungekürzt wieder.

 

Könnten Sie Ihren Bereich Personal-Service kurz vorstellen?

Wir bieten das gesamte Dienstleistungsspektrum im Bereich Personal-Service. Unsere Kernkompetenzen sind dabei die Entgelt- und Reisekostenabrechnung sowie Personalprozesse auf Basis von SAP.

Was bleibt Ihnen aus dem vergangenen Jahr besonders im Gedächtnis?

Wir denken eigentlich nicht so sehr in Jahren: Unsere Arbeit ist stark geprägt durch den typischen Monatsrhythmus, der sich aus der Entgeltabrechnung ergibt. Auch auf tarifliche und gesetzliche Anpassungen müssen wir uns nicht alle ein oder zwei Jahre einstellen,  sondern in Abständen von manchmal nur wenigen Monaten.

Im Jahr 2017 hat uns ein Thema aber doch besonders beschäftigt: der Aufbau unseres neuen Teams Reisekosten. Damit erschließen wir uns ein neues Geschäftsfeld – für die Malteser als unseren größten Kunden, aber auch mit Blick auf weitere Kunden.

Der Personal-Service der SoCura bedient also in Zukunft auch weitere Kunden?

Ja, dies ist eine zentrale strategische Zielsetzung ab 2018! Der erwähnte Reisekosten-Service steht kurz vor dem Roll-Out auch für weitere Kunden. Der IT-Service der SoCura hat uns ein SAP-Template für die Entgeltabrechnung bereitgestellt. Dieses verfeinern wir gerade weiter zum Master-Standard, den wir dann je nach Kundenwunsch noch individuell anpassen können. Auch damit sind wir dann marktfähig. Grundsätzlich möchten wir unseren Kunden unser gesamtes Portfolio anbieten – als Komplettpaket oder flexibel nach dem Baukastenprinzip.

Welche Vorteile entstehen aus der Zusammenarbeit mit der SoCura?

Der Digitalisierung kann sich auf Dauer niemand verschließen. Häufig mangelt es nicht an der Bereitschaft, digital zu denken; für kleinere und mittlere Organisationen ist es vielmehr ein Ressourcenproblem: Die benötigten Kompetenzen können sie in Eigenregie kaum mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand aufbauen.

Hier kann die SoCura punkten: Sie verfügt über umfassende Expertise in Personalwirtschaft und Personaladministration und agiert als Innovationstreiber in diesen Bereichen. Einfache und effiziente Prozesse selbst für komplexe Anforderungen entlasten unsere Auftraggeber. Diese können sich auf die inhaltliche Personalarbeit konzentrieren.

Welches Kundensegment hat die SoCura im Blick?

Kunden aus Kirche, Wohlfahrt und Gesundheitswesen. Aus jahrzehntelanger Tätigkeit für die Malteser kennen wir die Besonderheiten von Wohlfahrtsorganisationen: ein weitgehend stabil bleibender Stamm hauptamtlicher Mitarbeiter sowie eine hohe Fluktuation unter vielen nebenberuflich oder geringfügig Beschäftigten.

Klar ist aber auch: Jeder Kunde hat individuelle Anforderungen, auf die wir uns einstellen müssen. Unsere Experten für Lohnsteuer und Sozialversicherungsrecht kennen den gesetzlichen Rahmen genau und ermitteln Einspar- und Verbesserungspotenziale.

Dabei legen wir Wert auf persönlichen Kontakt: Es gibt ein Ticketsystem; die Kunden können sich mit fachlichen Anfragen aber auch direkt an die für sie verantwortlichen Mitarbeiter wenden.

Wie sieht der Personal-Service der Zukunft aus?

Gerade beschäftigen wir uns zum Beispiel mit der digitalen Personalakte und den neuen Workflows, die sich daraus ergeben. Die Digitalisierung wird uns auch in den kommenden Jahren beschäftigen: Informationszusammenführung, Data-Mining, elektronisches Personal-Controlling – um nur einige Schlagworte anzuführen.

Wir werden neue Kompetenzen aufbauen müssen, auch in Themenbereichen, die derzeit noch nicht so im Fokus stehen. Neben den Generalisten werden verstärkt Fachspezialisten gefragt sein.

Und die Schnittstellen zwischen wesensverwandten Bereichen werden an Bedeutung gewinnen. Die SoCura hat hier den Vorteil, alles unter einem Dach zu vereinen: Buchhaltung, IT-Service und Personal-Service.

Sie selbst sind seit 2015 bei der SoCura. Was war Ihr persönliches Highlight?

Einmal die generelle Entwicklung bei den Maltesern: Die Anzahl der Abrechnungen ist von 21.000 auf mittlerweile über 30.000 gestiegen. Ich arbeite seit über 20 Jahren im Personal-Service – solch eine Entwicklung habe ich noch nie erlebt.

Das absolute Highlight war aber definitiv die Flüchtlingsthematik. Um diesen Menschen helfen zu können, stellten die Malteser in 2015 und 2016 um die 2.500 neue Mitarbeiter ein. Für uns ein enormer Druck. Wir mussten pragmatisch vorgehen und gleichzeitig unserer Verantwortung gerecht werden: pünktliche und korrekte Gehaltszahlungen für die Helfer vor Ort.

Wir alle mussten dafür an unser Limit gehen. Aber wir taten es gerne – und haben es am Ende auch geschafft!

Rudi Schilling ist Bereichsleiter Personal-Service und Mitglied der Geschäftsleitung. Mit dem Reisekosten-Service und der Elektronischen Personalakte erweiterte er das Serviceportfolio der SoCura und bereitet den Personal-Service auf das Neukundengeschäft vor. Schilling ist seit 30 Jahren in der Personalwirtschaft tätig. Als Senior Consultant einer international tätigen Unternehmensberatung verantwortete er zahlreiche Projekte, wie beispielsweise die Implementierung von ESS und MMS mit SAP oder den Aufbau einer SAP-gesteuerten Entgeltabrechnung für das Baugewerbe.

Rudi Schilling
Bereichsleiter Personal-Service, Mitglied der Geschäftsleitung


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