FAQ: IT im Ehrenamt


Veröffentlicht am: 30.04.2020
Zuletzt aktualisiert: 30.04.2020


Die IT ist schon längst im Ehrenamt angekommen. Umso wichtiger ist es, maßgeschneiderte Services wie einen Service Manager fürs Ehrenamt, Supportangebote oder ein Office-365-Paket anzubieten. In diesem Artikel beantwortet unser IT-Service-Manager für das Ehrenamt Fragen rund um die IT im Ehrenamt.

Sven Dinglinger ist seit Oktober 2016 IT-Service-Manager für das Ehrenamt bei der SoCura. Er ist seit über 20 Jahren als Ehrenamtler aktiv, unter anderem als Leiter Einsatzdienste, Jugendgruppenleiter und stellvertretender Bundesjugendsprecher bei den Maltesern. Zudem übernahm er weitere ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Feuerwehr und der Arbeitsgemeinschaft der sieben helfenden Jugendverbände. Seine Branchenkenntnis setzt der Diplom-Informatiker bei der SoCura für die Konzeption, Implementierung und Betreuung von IT-Services ein. Er ist als Ansprechpartner für Technik und Funktionalität an der Entwicklung von ARNO beteiligt, der Software zur Ressourcenverwaltung für Non-Profit-Organisationen. Darüber hinaus betreut und berät er Kunden aus ehrenamtlichen Strukturen bei der effektiven Nutzung von Office-365-Diensten.

Welche besonderen IT-Anforderungen gibt es im Ehrenamt? 

Die IT muss genauso vielfältig sein wie das Ehrenamt selbst und trotzdem einen einheitlichen Malteser-Standard bieten. Das stellt uns in der Praxis vor interessante Herausforderungen.

Mit welchen Produkten werden die Anforderungen erfüllt? 

Wir nutzen vor allem die Public Cloud, das heißt die Microsoft-Office-365-Suite. Sie beinhaltet eine große Zahl verschiedener Tools, die alle unter dem Microsoft-Schirm vereinheitlicht sind.

Ich interessiere mich für Leistungen fürs Ehrenamt. Wie kann ich mich informieren? 

Rufen Sie uns an unter vertrieb@socura.de oder 0221 6909-4113! Im Erstgespräch nehmen wir Ihre Anforderungen auf und überlegen dann gemeinsam, welche Angebote am besten zu den ehrenamtlichen Strukturen in Ihrer Organisation passen.

Wieso kann das Ehrenamt nicht einfach alle Produkte für Hauptamtler nutzen? 

Das ist in erster Linie eine Kostenfrage. An einigen Stellen wird die gleiche Software genutzt. Aber bei den meisten ist der Schutzbedarf der Daten im Vergleich zum Hauptamt nicht so hoch. Dadurch reicht es in den meisten Fällen aus, Ehrenamtler mit der Public Cloud auszustatten.

Wieso wird es immer wichtiger, maßgeschneiderte Services fürs Ehrenamt zu bieten? 

Die Anforderungen im Ehrenamt steigen, sind in vielen Fällen sogar ebenso hoch wie im Hauptamt. Vor allem rechtliche Rahmenbedingungen, aber auch die technische Entwicklung stellen alle vor immer größere Herausforderungen. Je passender der Service, desto ökonomischer kann der Einsatz gestaltet werden.

Wie hilft die Digitalisierung, Prozesse im Ehrenamt effektiver zu gestalten? 

Vor allem durch automatisierte Abläufe kann ein hoher Gewinn erzielt werden. Dies erfordert aber eine gute Prozessanalyse, um nicht mehr Arbeit zu schaffen, sondern bestehende zu erleichtern.

Wie wird das Ehrenamt betreut? 

Neben dem Service Desk, der telefonisch oder per E-Mail 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht, wird das Ehrenamt von mir, dem Service Manager Ehrenamt betreut. Da ich für das ganze Bundesgebiet zuständig bin, kann ich mich nicht um jede einzelne Gliederung direkt kümmern. Über die Diözese können Ehrenamtler auf mich zugehen, sodass wir gemeinsam möglichst alle Anforderungen schrittweise erfüllen können.

Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal der SoCura in dieser Hinsicht? 

Die Bereitstellung eine Service Managers, der sich ausschließlich um die Anforderungen des Ehrenamtes kümmert, ist meines Wissens sehr selten. In der Regel werden diese Anforderungen über die für das Hauptamt zuständige Service Management abgedeckt.

Herr Dinglinger, welche Erfahrungen haben Sie selbst im Ehrenamt gemacht?

Von der ehrenamtlichen Tätigkeit in meiner Jugend bei der katholischen Kirche über meinen Einsatz bei der freiwilligen Feuerwehr bis hin zu meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung im Ehrenamt der Malteser, auf verschiedenen Ebenen und in diversen Gremien, konnte ich in den letzten Jahren durch meine berufliche Tätigkeit als Service Manager für das Ehrenamt viel Erfahrung sammeln. Diese hilft mir, die Anforderungen besser zu verstehen und trägt dazu bei, mich auf Augenhöhe mit den Ansprechpartnern vor Ort auszutauschen.

Wie sieht die Zukunft der IT im Ehrenamt aus? 

Wahnsinnig spannend. Wir leben zwischen den Möglichkeiten der Vernetzung und Automatisierung und der Notwendigkeit des Datenschutzes und der Selbstbestimmung. Die IT entwickelt sich in alle Richtungen weiter. Gemeinsam müssen und können wir einen Weg finden, der uns Möglichkeiten eröffnet und dabei unsere Daten und Identitäten schützt. Die technischen Möglichkeiten entwickeln sich rasant, ob es der Einsatz von Drohnen bei Sanitätsdiensten oder die Automatisierung bei der Bürokommunikation ist. Und wir sind alle dabei!


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