Nicht ohne meinen Marley!

Andrea Kolm ist Buchhalterin und seit 1999 bei der SoCura. Immer mit dabei: Marley, einer von gut 20 Hunden, die ihre Besitzer zur Arbeit begleiten und den Büroalltag auflockern.


Frau Kolm, seit wann arbeiten Sie bei der SoCura und in welcher Funktion?

Ich bin seit 1999 bei der SoCura, zunächst als Personalsachbearbeiterin im Personal-Service. Nach einem halben Jahr bin ich dann in den Buchhaltungs-Service gewechselt. Und dort bin ich noch immer und bearbeite als Buchhalterin die Rechnungen für die Malteser in NRW.

Neben Ihnen steht ein Körbchen, in dem ein Hund schläft. Ist das Ihrer?

Ja! Ich darf vorstellen: Marley, ungefähr 3,5 Jahre alt, West-Highland-Terrier. Ich habe ihn schon als Welpen bekommen und seitdem ist er mein treuer Begleiter – auch hier bei der Arbeit. Ihm gefällt es bei der SoCura sehr: Morgens geht er von Zimmer zu Zimmer und begrüßt die Kollegen. Ab und an spielt jemand mit ihm. Und das Rheinufer und der Stadtpark sind in wenigen Minuten fußläufig erreichbar – ideal für einen kurzen Spaziergang. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich ihn mitbringen darf und weiß auch gar nicht, ob ich mir ohne diese Möglichkeit einen Hund angeschafft hätte.

Darf hier jeder seinen Hund mitbringen oder ist dies an Bedingungen geknüpft?

Marley ist nicht der einzige Hund bei der SoCura – ganz im Gegenteil! Insgesamt dürfte es derzeit gut 20 Bürohunde geben, wobei nicht alle von ihnen immer jeden Tag mit ins Büro genommen werden. In allen Fällen ist dies nur nach vorheriger Absprache möglich und zudem mit Regeln verbunden, auf die sich jeder Hundehalter schriftlich verpflichten muss: Er muss für seinen Hund eine Haftpflichtversicherung vorweisen und für Schäden aufkommen, die der Hund im Haus oder auf dem Betriebsgelände verursacht. Darüber hinaus besteht Leinenpflicht für das Ausführen der Hunde in den Büroräumen. Und natürlich – vielleicht der wichtigste Punkt – sollte er vorher die Kolleginnen und Kollegen aus dem näheren Arbeitsumfeld um ihr Einverständnis bitten.

Wie reagieren diese auf Marley? Gab es vielleicht auch schon die eine oder andere amüsante Begebenheit?

Marley ist sehr beliebt. Ihm wird viel Aufmerksamkeit zuteil, was er natürlich sehr genießt. Über den Hund kommt man schnell mit anderen ins Gespräch, was zu einer Auflockerung der Arbeitsatmosphäre beiträgt. Marley weiß, dass er sich hier zu benehmen hat und verhält sich in der Regel auch ruhig und rücksichtsvoll. Das heißt jedoch nicht, dass er nicht auch schon mal Unfug getrieben hätte: In seiner Anfangszeit hat er mal einem Kollegen den Käse vom Pausenbrot geklaut, das dieser unvorsichtigerweise in Bodennähe deponiert hatte. Das hat für große Erheiterung gesorgt – dennoch bin ich froh, dass es sich dabei um einen Einzelfall handelte.

Bei den anderen Mitarbeitern kommt Marley also gut an. Gilt das auch für seine tierischen Kollegen? Oder kann es da auch schon mal laut werden?

Vor einiger Zeit haben wir mal ein Gruppenfoto mit allen SoCura-Bürohunden gemacht, da sind alle sehr gut miteinander ausgekommen. In dem Bürotrakt, in dem ich arbeite, gibt es mit Monk noch einen weiteren Bürohund. Marley und Monk spielen zwar nicht zusammen, verstehen sich aber doch sehr gut und besuchen sich von Zeit zu Zeit gegenseitig. Klar ist aber auch: Nicht alle Hunde mögen sich untereinander – bei uns Menschen ist das ja auch nicht anders. Treffen sie dann aufeinander, liegt es in meiner Verantwortung als Hundehalter, dafür zu sorgen, dass sich mein Hund trotzdem benimmt.

Verantwortung ist ein schönes Stichwort: Wie gehen Sie damit um, wenn ein Kollege Angst vor Hunden hat?

Ich bin froh, dass ich dieses Problem noch nie hatte. Aus anderen Abteilungen sind mir solche Fälle aber bekannt. Dann muss der Hundehalter darauf natürlich Rücksicht nehmen. So gibt es die Möglichkeit, durch ein an der Bürotür angebrachtes Gitter den Hund am Herumlaufen zu hindern. Falls das nicht ausreicht, weil die Hundephobie zu groß ist – oder weil beispielsweise eine Hundehaarallergie vorliegt – ist vielleicht ein interner Umzug in ein anderes Büro eine Option. Nicht immer kann aber eine solche Lösung gefunden werden, die alle Seite zufrieden stellt. Dann geht im Zweifelsfall der Mensch natürlich vor! Und der Hund muss dann leider draußen bleiben. Gott sei Dank ist das die absolute Ausnahme. Ich kann mir einen Arbeitsalltag ohne Marley nämlich nur schwer vorstellen, für mich gehört er mittlerweile fest zum Inventar.