SoCura-Mitarbeiter im Ehrenamt


Veröffentlicht am: 15.10.2020
Zuletzt aktualisiert: 16.10.2020


SoCura-Mitarbeiter im Ehrenamt

„Das macht mich einfach glücklich“ – so lautet die Antwort von Sabine Reinhart, Mitarbeiterin der SoCura, auf die Frage, warum sie sich ehrenamtlich engagiert. Reinhart ist eine von insgesamt 17,11 Millionen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die zwischen 2016 und 2020 in Deutschland tätig waren. Eine beachtliche und durchaus beeindruckende Anzahl, wenn man bedenkt, dass diese Tätigkeiten unentgeltlich sind und einen Teil seiner Freizeit dafür opfert. Die meisten von ihnen engagieren sich aus dem Gefühl heraus, etwas zurückgeben zu wollen. Und mit ihrer Meinung steht Reinhart nicht allein da: Laut einer Harvard-Studie macht Helfen glücklich. Zwischenmenschliche Beziehungen und das Gefühl gebraucht zu werden, waren für alle Teilnehmer persönliche Glücksquellen.

(Quelle: https://www.adultdevelopmentstudy.org/grantandglueckstudy)

Ehrenamtliche Helfer am Wahltag, Senioren, die in Kinderheimen Bücher vorlesen oder Menschen, die anderen in ihrer Trauerverarbeitung helfen – ehrenamtliches Arbeiten ist für uns längst ein alltägliches Bild in unserer Gesellschaft geworden. Besonders Senioren gibt das soziale Engagement Struktur in ihren Alltag.

Auch bei der SoCura sind einige Ehrenamtler zu finden. Nicht nur bei unseren Kunden spielt das Ehrenamt eine große Rolle – auch einige unserer Kollegen engagieren sich privat. Für uns als Dienstleister in Wohlfahrt und Kirche ist es ein wichtiges Zeichen der Identifikation mit der Branche.

 

Hier eine Auswahl an Kollegen, die sich privat unentgeltlich für verschiedene Anliegen engagieren:

Marzanna Dyjak-Diederich (Projektmanagerin)

Dass ehrenamtliches Arbeiten nicht nur im sozialen Bereich möglich ist, zeigt Marzanna Dyjak-Diederich: Sie engagiert sich seit Jahren politisch für verschiedene Themen. Am meisten liegt ihr aber das Thema „Europa“ am Herzen: „Mein ehrenamtliches Engagement ist auf den Erhalt einer solidarischen, rechtsstattlichen EU ausgerichtet. Man könnte es unter der Überschrift „Europa der Menschen“ zusammenfassen“, erzählt sie.

Bis vor kurzem war sie bei den Vereinen „Pulse of Europe e. V.“ und „New Europeans“ tätig und aktives Mitglied in der „Deutsch-Polnischen Gesellschaft Köln Bonn e. V.“.

Gemeinsam mit Freunden führt sie jetzt den proeuropäischen Blog „BlueYellowTime“ und ist für die Social-Media-Kanäle zuständig. Auf der Website hat sie auch einen Blogbeitrag zum Thema „Offene Grenzen in der EU“ verfasst, in dem sie über ihre Reise ohne Wiederkehr aus dem kommunistischen Polen in die Bundesrepublik Deutschland berichtet, welchen sie mit folgenden Worten abschließt: „Für mich aber war diese eine Reise etwas ganz Besonderes. Etwas, was mein Leben verändert und mir bewusst gemacht hat, dass Reisen nichts Selbstverständliches ist. Reisen ohne Grenzkontrollen ist ein Privileg, das es zu bewahren gilt.“

Julian Schulze Wartenhorst (Service Manager)

Schon seit über 15 Jahren ist Julian Schulze Wartenhorst ehrenamtlich engagiert in den Bereichen Wohlfahrt, Heimat- und Brauchtumspflege sowie in seiner katholischen Kirchengemeinde. Zurzeit ist er in seinem Heimatort Freckenhorst im DRK, im Bürgerschützverein sowie im Nikolaus-Collegium der Stiftsstadt tätig. Nikolaus-Collegium? „In meiner Heimatstadt Freckenhorst besucht jedes Jahr am 05.12. der Nikolaus alle Kinder zwischen 2 und 9 Jahren. Ich wurde auch als Kind besucht und freue mich heute als Nikolaus jedes Jahr darauf, die leuchtenden Kinderaugen zu sehen“, erzählt Schulze Wartenhorst.

In seinem sozialen Engagement ist ihm besonders wichtig, Traditionen zu pflegen und zu erhalten und auch die Fähigkeiten zu erlernen, um im Fall der Fälle mit den richtigen Handgriffen unter Umständen jemandem zu Hilfe eilen zu können: „Mein Eintritt ins DRK hatte seinerzeit einen ganz pragmatischen Grund: Ich wollte gewappnet sein, falls mal jemand in der Fußgängerzone umkippt. Über Erste-Hilfe-Kurse und diverse Fortbildungen bin ich dann hängen geblieben und so versuche ich nun gemeinsam mit den anderen Vereinsmitgliedern einen Mehrwert für Freckenhorst und Umgebung zu schaffen“, lautet sein Fazit.

Bianca van Hardeveld (Abteilungsleiterin IT-Services)

Seit acht Jahren engagiert sich Bianca van Hardeveld ehrenamtlich als Begleitung für junge Menschen, am Anfang für Kinder/Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen, seit mehr als fünf Jahren als Trauerbegleiterin für Kinder, Jugendliche und junge Familien beim Verein Herzenswunsch Niederrhein e. V. – der Verein ist vermutlich vielen SoCura-Mitarbeitern bekannt, denn seit einigen Jahren findet jedes Jahr der Weihnachtsbasar am Empfang zu Gunsten der Kinder statt. Die Geschäftsleitung der SoCura unterstützt den Basar und steht hinter dem Projekt. Van Hardeveld organisiert Workshops, geht in die Familien und steht mit Rat und Tat zur Seite, teilweise sogar über Jahre.

Auf die Frage, warum sie sich ehrenamtlich engagiert, erwidert sie: „Kinder werden in ihrer Trauer oft nicht gesehen, weil bei ihnen die Trauer in Wellen kommt.“

Einen Dank erwartet sie nicht, die Reaktion der Kinder und Jugendlichen reicht ihr da vollkommen aus: „Wenn ich sehe wie die Kinder oder Jugendlichen wieder etwas Freude finden - das ist der Grund, warum ich so gerne ehrenamtlich in diesem Bereich tätig bin.“

Sara Macfalda (IT Compliance Managerin)

Vor ihrer Tätigkeit bei der SoCura arbeitete Macfalda bei den Johannitern, wo sie sich fünf Jahre auch ehrenamtlich im Fachbereich Jugend engagierte. In dieser Zeit leitete sie unter anderem eine Sommerfreizeit mit 60 Kindern. Zusätzlich ist sie regelmäßig als Wahlhelferin an der Urne anzutreffen.

An der TH Köln schloss sie sich dem Programm des International Office „Pamoja“ an (Suaheli für „Gemeinsam“) an. „Das Buddy-Programm Pamoja der TH Köln hilft studieninteressierten Geflüchteten, sich auf dem Campus zurechtzufinden, indem es ihnen Studierende vermittelt, die sich an der Hochschule schon auskennen“, erzählt Macfalda.

Als Fazit zu ihrem Ehrenamt zieht Macfalda: „Dieses Programm kann so viel bedeuten, denn es ermöglicht Chancen auf beruflicher, akademischer und auch sozialer Ebene für Menschen, die neu im Land sind. Es erfüllt mich mit Zufriedenheit und Stolz, jemanden auch nur ein Stück zu begleiten und ihm möglicherweise neue Wege aufzeigen zu können.“

Sabine Reinhart (Mitarbeiterin Buchhaltung)

Seit 1987 engagiert sich Sabine Reinhart ehrenamtlich: Sie absolvierte zu Beginn ihrer Tätigkeit bei den Maltesern die Ausbildung zum Helfer im Katastrophenschutz und hat sich nach dem Tod ihres Mannes zur Hospizhelferin beim Hospizverein Niederkassel ausbilden lassen. Seit 2013 ist sie dort auch Trauerbegleiterin. Reinhart engagiert sich in ihrer Kirchengemeinde und war einige Jahre als gesetzliche Betreuung tätig.

Über ihre Arbeit als Ehrenamtlerin sagt sie: „Bei all diesen Tätigkeiten im Kontakt mit Menschen betrachte ich es als Geschenk, wenn es meinem Gegenüber nach unseren Treffen und Gesprächen besser geht und Gefühle wie Trauer, Einsamkeit, Hilflosigkeit oder nur Freudlosigkeit zumindest für eine Zeit lang in den Hintergrund treten konnten. Das macht mich einfach glücklich.“


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