Lizenz zum Selbermachen – KI-Agenten für alle Fälle entwickeln

Veröffentlicht am:

Am 16. März veranstaltete die SoCura erstmals einen Agent-a-thon. Ging es bei vorherigen Veranstaltungen (sogenannten Prompt-a-thons) um das Verbessern der eigenen Prompting-Skills, drehte sich diesmal einen Tag lang alles um KI-Agenten: Was können sie leisten? Wie lassen sich KI-Agenten für bestimmte Anwendungsfälle erstellen? Funktioniert das tatsächlich ohne Programmierkenntnisse? Ein Team von Microsoft unterstützte mit Fachvorträgen und begleitete den eigentlichen Agent-a-thon am Nachmittag: das Erstellen, Testen und Verfeinern von KI-Agenten für reale Einsatzszenarien.

So arbeiten KI-Agenten

Im Unterschied zur klassischen KI reagieren Agenten nicht nur auf einzelne Anfragen, sondern arbeiten eigenständig: Sie recherchieren gezielt, führen Aufgaben über mehrere Schritte aus und binden unterschiedliche Systeme ein. Zentrale Voraussetzung dafür sind klar definierte und gepflegte Datenbestände, auf die die Agenten zugreifen können. Wer einen Agenten erstellen möchte, benötigt ein fundiertes Verständnis der abzubildenden Prozesse und – bei anspruchsvolleren Anwendungsfällen – auch grundlegende Programmierkenntnisse.

Von einfach bis autonom – für jeden Agenten das richtige Werkzeug 

Die Expertinnen und Experten von Microsoft stellten aufeinander aufbauende Ansätze zur Entwicklung von KI-Agenten für unterschiedliche Anwendungsfälle vor: 

  • SharePoint Agents: Inhalte analysieren, strukturieren und verbessern
  • Agent Builder: eigene Agenten erstellen, beschreiben und für andere freigeben (Voraussetzung: alle Nutzer*innen haben Zugriff auf die Datenquellen)
  • Copilot Studio: leistungsfähigeres Werkzeug für komplexere KI-Agenten, erstellbar ohne Programmierkenntnisse (z. B. für Wissens- und Suchfunktionen oder Agenten, die Aufgaben anstoßen oder auf Auslöser reagieren)
  • Microsoft Foundry: für besonders anspruchsvolle Szenarien mit fortgeschrittenen, teils autonomen Agenten zur Unterstützung komplexer Prozesse 

Von der Idee zum funktionierenden Agenten

Am Nachmittag entwickelten die Teilnehmenden in Gruppen eigene Agenten auf Basis von konkreten Use Cases und mithilfe der zuvor vorgestellten Werkzeuge. Trotz unterschiedlicher Kenntnisse war so für alle ein passender Einstieg möglich. Entstanden sind unter anderem ein Agent zur Kostenkalkulation, ein Intranet-Search-Agent für SharePoint, ein Schichtmanager für den Rettungsdienst sowie ein Kompetenz-Kompass-Agent für die Malteser Akademie.

KI-Kompetenz stärken, ihren Einsatz fördern

Der Agent-a-thon bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, KI-Agenten direkt für Anwendungsfälle aus ihrem konkreten beruflichen Alltag zu entwickeln. Die eine oder andere Idee wird im Nachgang sicherlich weiter verfeinert und dann auch operativ zum Einsatz kommen. Damit zahlt die Veranstaltung auf das übergeordnete Ziel der SoCura ein: die KI-Kompetenz der Nutzenden nachhaltig stärken, den Einsatz von KI in der Breite fördern

Bleibt nur noch zu sagen: Vielen Dank an Alexander Loth, Louisa Bruck, Kimiya Ataiyan und Sven Rubik von Microsoft für die tolle Begleitung!