IT-Leiter-Tagung der Caritas: Gemeinsam die digitale Zukunft gestalten

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Cybersicherheit, KI, digitale Souveränität und die strategische Rolle der IT: Rund 70 IT-Verantwortliche aus knapp 60 Caritas-Einrichtungen kamen in den Räumlichkeiten der SoCura in Köln zusammen, um sich vom 30. September bis 2. Oktober 2026 zu diesen Themen auszutauschen. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Deutschen Caritasverband und dem Caritas-Netzwerk IT. Nach Jahren überwiegend digitaler Begegnungen stand dabei vor allem eines im Mittelpunkt: der persönliche Austausch.

Viele Organisationen stehen vor ähnlichen Herausforderungen – sei es bei der Digitalisierung, dem Einsatz von KI oder steigenden Anforderungen an die Informationssicherheit. Entsprechend groß war der Wunsch, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und beim Erarbeiten von Lösungen künftig stärker zusammenzuarbeiten.

Aktuelle Herausforderungen gemeinsam angehen

Die genannten thematischen Schwerpunkte lieferten den roten Faden für die inhaltlichen Fachbeiträge der Veranstaltung. Diskutiert wurde unter anderem, wo Technologie und KI unterstützen können (etwa durch Pflegeroboter) und wo menschliche Zuwendung unverzichtbar bleibt. Einig waren die Teilnehmenden sich darin, dass sowohl die zunehmenden Cyber-Bedrohungen als auch Fragen der digitalen Souveränität die gesamte Branche betreffen.

Deutlich wurde, dass die IT längst mehr ist als ein technischer Dienstleister. Sie muss in zunehmendem Maße in die strategischen Überlegungen zur Zukunft der Sozialwirtschaft mit einbezogen werden. Für die SoCura stellte Benedict Fehler das neue Geschäftsfeld Consulting vor und warf die Frage auf, wie Digitalisierung gelingen kann, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren. In der Podiumsdiskussion „Was bewegt die IT in der Caritas?“ brachte David Wester die Perspektive der SoCura und der Malteser ein.

Austausch auf Augenhöhe

Einen besonderen Stellenwert nahm das Barcamp am zweiten Veranstaltungstag ein. In mehreren Sessions brachten die Teilnehmenden eigene Themen, Fragestellungen und Erfahrungen ein. Diskutiert wurde unter anderem über KI-gestützte Transkription und Wissensmanagement, den Einsatz von Digitallotsen in Veränderungsprozessen sowie weitere Praxisfragen aus dem IT-Alltag.

Die Diskussionen waren dabei sehr offen. Statt fertiger Lösungen standen Erfahrungen, der Austausch unterschiedlicher Perspektiven, aber auch kritische Rückfragen im Mittelpunkt. Es zeigte sich einmal mehr, dass viele Herausforderungen organisationsübergreifend auftreten und ein gemeinsames Vorgehen häufig erfolgversprechender ist als die Suche nach isolierten Einzellösungen.

Vertrauen entsteht im persönlichen Gespräch

Neben den fachlichen Programmpunkten bot die Tagung zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken. Ob in den Pausen oder bei der gemeinsamen abendlichen Brauereibesichtigung: Viele Gespräche fanden eine Fortsetzung, nachdem Vorträge und Workshops längst zu Ende waren. Da die Veranstaltung in den letzten Jahren digital stattgefunden hatte, war das persönliche Vertiefen bestehender Kontakte und Knüpfen neuer Verbindungen für die Teilnehmenden ein besonderes Highlight.

Gemeinsam weiterdenken

Am Abschlusstag wurden die zentralen Erkenntnisse der Vortage zusammengeführt und mögliche nächste Schritte diskutiert. Gleichzeitig wurden zahlreiche Sessions aufgezeichnet und mithilfe von KI transkribiert, um Erkenntnisse und Diskussionen künftig noch besser dokumentieren und weiterverarbeiten zu können.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Digitalisierung der Sozialwirtschaft eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Die Zukunft der IT in der Caritas liegt nicht in immer neuen Insellösungen, sondern in einer stärkeren Vernetzung, mehr gegenseitigem Lernen und der gemeinsamen Suche nach Antworten für gemeinsame Herausforderungen.

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